WIL – (W)ittlicher (I)ntelligente (L)iste

Wittlicher Intelligenz-Blatt: (W)ittlicher (I)ntelligente (L)iste beweist Kontinuität in freiheitlicher Tradition ! Die (B)itburger (I)ntelligente (T)ageszeitung knüpft ebenfalls an diese Tradition an:

Intelligenzblätter (von engl. intelligence: Informationen oder Nachrichten) war die ursprüngliche Bezeichnung für wöchentlich erscheinende Nachrichtenblätter die hauptsächlich Verkaufs- und Kaufangebote enthielten.

http://1wittlicher2intelligente3liste.blog.volksfreund.de/2009/03/30/wittlicher-intelligenz-blatt-wittlicher-intelligente-liste-beweist-kontinuitat-in-freiheitlicher-tradition/

http://bitburger1intelligente2tageszeitung.blog.volksfreund.de

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In einem Rückblick des langjährigen Wittlicher Bürgermeisters M. J. Mehs über den Wittlicher und sein “Intelligenzblatt” findet sich unter anderem eine prägnante Charakteristik der Zeitung in ihren Gründerjahren:

“Von Anfang an zeichnete sich das Intelligenzblatt durch eine Frische und Unbekümmertheit der Auffassung, durch eine Begeisterung für die Ideen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, durch eine Treuherzigkeit und Unmittelbarkeit der Darstellung aus, daß es jedem Wittlicher, jedem Kreiseingesessenen ans Herz wachsen mußte.

Unbeschwert nahm es zu allen großen und kleinen Tagesereignissen Stellung, brachte Gemeinnütziges für die Landwirte und Winzer, dazu manch schnurrige Geschichte zur Unterhaltung und war mit teils harmlosen, teils boshaften Anekdoten gewürzt, von den Anzeigen der Krämer, Wirte und Handwerker ganz abgesehen, die in ihrer eigenwilligen Sprache ihre Leistungen feilboten.

Und was die Lektüre noch besonders prickelnd machte, das waren die rein persönlichen, oftmals anonymen Auslassungen, von gegenseitigen Anrempelungen bis zu den zartesten Liebesgeständnissen, die naturgemäß Vorwitz und Spürsinn der Leser sättigten und manchem das Blut in den Kopf treiben mußten.”

Es war einmal ein “Intelligenzblatt” – Die Geschichte einer Zeitung: Die Offizin, wie früher größere Buchdruckereien genannt wurden, wurde 1838 vom Buchdrucker J. P. Mösta gegründet und 1843 vom Buchbinder Johann Sebastian Knopp erworben. Drei Jahre später erteilte die Königlich Preußische Regierung die Konzession zur Führung des Buchdruckergewerbes an Johanns Bruder, Friedrich Wilhelm Knopp.

1848, im Anschluß an die französische Februarrevolution, kam es auch in nahezu allen deutschen Staaten zu Demonstrationen und Versammlungen. Pressefreiheit wurde verkündet und überall tauchten Zeitungen auf.

In der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts nach französischem Vorbild in Deutschland begründet, entwickelten sie sich bald zu amtlichen Bekanntmachungsorganen und wurden so zum Vorläufer der Amtsblätter. Nach 1848 wurden sie abgeschafft oder als freie Anzeigenblätter bzw. Tageszeitungen weitergeführt.

Am 2. April 1848 erschien Friedrich Wilhelm Knopps eigene Zeitung zum ersten Mal: Das “Wittlicher Intelligenzblatt” war gegründet.

Kostenpunkt für den Abonnementen: vierteljährlich 11 Groschen und drei Pfennige.

Das Blatt enthielt “Mitteilungen und Besprechungen über rein gewerbliche Gegenstände im ausgedehntesten Sinne” und wollte durch “moralisch gute Erzählungen” unterhalten. Damals wie heute galt:

“Vorzüglich ist dasselbe dazu bestimmt, Privat-Anzeigen und Bekanntmachungen aller Art aufzunehmen” °© so das Leitwort der ersten Ausgabe, geschrieben im Manuskript noch mit dem Gänsekiel. Damals genügten noch vier Seiten in einem Format, das noch nicht einmal der halben Größe des heutigen Zeitungsformats entspricht.

Eine Kostprobe von den “Tagesneuigkeiten” aus Wittlich vom 7. Mai 1848: “Heute Mittag gegen 12 Uhr, geriethen 2 Einwohner von Cues mit einem hiesigen Bürger nach stattgefundenem Wortwechsel in Thätlichkeiten, wobei Letzterer die beiden Ersten mit Dolchstichen verwundete”. Schon damals konnte die Straße ein “heißes Pflaster” sein.


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