Wittlich: Offener Brief zur Behebung gesellschaftlicher Missstände in der Stadt Wittlich

Wittlich: Offener Brief zur Behebung gesellschaftlicher Missstände in der Stadt Wittlich

Der Fall: Wittlicher Gaststätten erteilen ohne triftigen Grund willkürliche Hausverbote


Sehr geehrter Herr RA xxxxxxxx,

erst einmal danke ich Ihnen für Ihre ehrliche Antwort. Sie rieten mir, in diesem Fall möglicherweise nicht weiter zu klagen am Landgericht Trier, da Sie hier nur geringe Chancen sehen. Weiterhin rieten Sie mir aber auch, mich mit einem RA in Verbindung zu setzen. Da sich der hier zitierte Fall in Wittlich zugetragen hat, wären Sie in der Tat ein möglicher Ansprechpartner, um mich dort zu vertreten. Dazu bedarf es allerdings weiterer Details in der Sache, um zu verstehen, warum ich diese Angelegenheit am Landsgericht Trier weiter verfolgen möchte:

Mein Name ist Stephan Henkel, gebürtig aus Wittlich, jetzt 56 Jahre alt. Studierte Politikwissenschaft und Englisch an der Uni Trier und im Ausland. 1990-2005 für eine liechtensteinische Firma im Ausland tätig. Seit 2005 erst arbeitslos, dann seit 2009 Erwerbsminderungsrenter, ledig, 2 Töchter, die jetzt in Trier und Koblenz studieren.

2009 war ich einer von 6 Kandidaten, in dem Fall unabhängiger Kandidat, für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Wittlich. Der jetztige CDU-Amtsinhaber gewann die Wahl mit ca. 60% der Stimmen im ersten Wahlgang. Jetzt steht für den 12. März 2017 die Wiederwahl des Bürgermeisters in Wittlich an, wobei ich wahrscheinlich wieder als unabhängiger Kandidat antreten werde. 2011 war ich ebenfalls unabhängiger Kandidat (bei wieder 6 Kandidaten) zur Landratswahl des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Der CDU-Kandidat gewann die Wahl mit 60% der Stimmen. 2014 war ich unabhängiger Kandidat (bei wieder 6 Kandidaten) zur Wahl des Verbandsbürgermeisters der Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Der CDU-Kandidat gewann hier wieder im 2. Wahlgang mit 60% der Stimmen.

Aufgrund der öffentlichen Exposition im Rahmen der hier zitierten  Wahlen hat sich in Wittlich im Laufe der Jahre eine diffus organisierte „Gegnergruppe“ formiert, die seit Jahren, aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen (meist rechtsradikaler Provenienz) gezielt Stimmung macht gegen mich in der Stadt, was teils nicht nur derb verbale, sondern zum Teil auch handfeste und auch körperliche tätliche Angriffe beinhaltete.

Da diese Gruppe aus Teilen der Bevölkerung, der Nomenklatura und sogar teils der Presse sowohl verhohlen, als auch teils unverhohlen, Unterstützung erfährt, sieht sich diese Gruppe offensichtlich bestätigt, immer weitere Beleidigungen, üble Nachreden und abstruse Gerüchte in der Stadt über mich zu verbreiten. Diese Gruppe ist vorsichtiger geworden, da es im Laufe der Jahre zu einigen unangenehmen juristischen Folgen für sie kam. Darum hat diese Gruppe sich seit geraumer Zeit darauf versteift, in den einschlägigen Gaststätten der Stadt Einfluss zu nehmen auf die jeweiligen Gastwirte, in dem dass sie diese dazu aufrufen, mir Lokalverbot zu erteilen, um mich mehr und mehr vom öffentlichen Leben der Stadt auszuschliessen. Dabei wenden sie sogar teils erpresserische Methoden an, in dem dass sie dem Wirt drohen, die Gastwirtschaft nicht mehr zu frequentieren, sollte der Wirt nicht dafür sorgen, dass ich ausgeschlossen werde.

Da diese Gruppe in den Kneipen in der Regel viel und regelmässig konsumiert, knicken die meisten Gastwirte schlussendlich ein, geben dem Druck nach und erteilen mir schliesslich Lokalverbot, um, in dem Sinne, den Umsatz nicht zu gefährden und um möglichem Ärger, der durch diese Gruppe entsteht, aus dem Weg zu gehen. Sie wählen den für sie vermeintlich einfachereren Weg, um das Problem für sich zu beseitigen.

Dies geht so weit, dass sogar bei (oder noch vor) einer Neueröffnung dieses Druckmittel auf die Gastwirte ausgeübt wird, die dann schon bei der Eröffnung ein „prophylaktisches“ Lokalverbot gegen mich erteilen. Dies hat dazu geführt, dass im Laufe der letzten Jahre ca. 80% der Wittlicher Gaststätten (ich rede nicht von Restaurants) mir mittlerweile Lokalverbot erteilt haben, obwohl ich dort niemals selber etwas angestellt hätte. Dies sind in meinen Augen „Kleinstadt-Mafia-Methoden“, die so nicht hingenommen werden können und die insgesamt den gesellschaftlichen Frieden in der Stadt Wittlich unterwandern, extrem gefährden und sogar den Weg bereiten für gefährliche gesellschaftliche Entwicklungen.

Damit sehe ich mich nun in der Tat fast gänzlich vom öffentlichen gesellschaftlichen Leben in der Stadt Wittlich ausgegrenzt und diskriminiert, was mich mittlerweile extrem belastet. Dies ist auch der Grund, warum ich nun in die Offensive gehen und diese Misssstände aufklären und beenden will, nicht zuletzt auch deswegen, da mir bekannt ist, dass ich bei Weitem nicht der einzige Betroffene dieser „Ausgrenzungsstrategie“ bin, sondern dass da noch viele weitere Menschen davon betroffen sind und schwer darunter zu leiden haben. Es sind im Übrigen genügend Zeugen vorhanden, die als Betroffene aussagen würden.

Desweiteren gehen jetzt sogar teils Wittlicher Geschäfte dazu über, mir als Kunden Dienstleistungen zu verweigern, was eine weitere Eskalation in der Sache darstellt und in meinen Augen eklatant an die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen durch die Nazis in der Hitlerzeit erinnert, was bei dem bevorstehenden Datum des Gedenkens an die Nazi-Progrome der Reichskristallnacht eine besonders üble Reminiszenz in Wittlich hervorruft.

Fazit: Ausgrenzung und Diskriminierung fanden nicht nur in der Geschichte statt, sondern es geschieht heute, gestern, morgen und jeden Tag, irgendwo in unserer Gesellschaft und sogar vor unserer Aller Augen.

Auch aufgrund meines langjährigen politischen Engagements, in Wittlich und Umgebung, möchte ich dem Mob nicht nachgeben und plädiere zusammen mit allen aufrechten Bürgern entschieden für ein offenes und friedliches gemeinsames öffentliches Leben in der Stadt Wittlich, ohne Ausgrenzung und Diskriminierung.

Darum noch einmal meine Frage: Würden Sie mir dabei mit Ihrer juristischen Expertise helfen? Wie kann man diesen Machenschaften Einhalt gebieten? Die Polizei in Wittlich kennt dieses Problem mit Sicherheit zur Genüge, kann oder will aber nicht effektiv dagegen vorgehen, bzw. unterstützt die Gastwirte und Gruppen, wohl wissend, dass sie damit die Machenschaften dieser Gruppen, wenn schon nicht aktiv unterstützt, so jedoch zumindest toleriert, wenn nicht sogar teils möglicherweise fördert.

 Mit freundlichen Grüssen

 Stephan Henkel