Wittlich-Bürgermeisterwahl 2017-Moralisches Angebot

Ein nicht-von-der-Hand-zu-weisendes, (nicht un-) moralisches Angebot an die Bürger der Stadt Wittlich: geo-strategische Reflexionen des designierten Kandidaten, Stephan Henkel, zur Bürgermeister-Wahl der Stadt Wittlich im März 2017.
 
In meiner an die Wittlicher Bürger gerichteten Neujahrsansprache habe ich in der Tat ein klares Bekenntnis bezüglich der Ernsthaftigkeit meiner Ambitionen zur Bürgermeisterwahl 2017 abgegeben.
 
Nun schreibt Frau Suennen vom Trierischen Volksfreund in der Ausgabe vom 23. Dez. 2016:“Er selbst (also ich, Anm.) bezeichnet sich gerne als „Underdog“.
 
Laut Wikipedia:“Underdog, englisch: „unterlegener Hund“: bezeichnet einen Benachteiligten oder Schwächeren, bzw. jemanden, der einem anderen unterlegen ist.“
 
Ob, wann oder wo ich dies angeblich gesagt habe, weiß ich nicht bzw. ist mir in der Tat entfallen. Das tut aber nichts zur Sache, denn: realistisch betrachtet, hat Frau Suennen möglicherweise, in dem was sie schreibt, ja nicht einmal unrecht.
 
Es wäre sicherlich vermessen, meinerseits, zu glauben, dass ich bei dieser Wahl als „Favorit“ an den Start ginge. Realistischerweise betrachtet ist selbstverständlich davon auszugehen, dass der amtierende Bürgermeister, als „Favorit“, logischerweise, über die größten Chancen in diesem Rennen verfügen dürfte.
 
Nichts-desto-trotz, gestatten Sie mir bitte, dazu einige Anmerkungen anzufügen:
 
Die Chancen auf einen Haupt- (bzw. Millionen-) Gewinn bei den Staatlichen Lotteriegesellschaften liegen bei etwa 1 : 120 Millionen, wie jeder aus eigener Erfahrung selber weiß. Meine Chancen, am 12. März 2017 tatsächlich zum Bürgermeister der Stadt Wittlich gewählt zu werden, liegen, realistisch betrachtet, zwischen 1 : 100 und 1 : 1000.
 
Jetzt wird sich möglicherweise der eine oder andere fragen:“Ja, aber bei so einer geringen Chance, tatsächlich gewählt zu werden, ja warum tritt der Herr Henkel denn dann überhaupt bei dieser Wahl zum Bürgermeister an und meint es auch noch ernst?“
 
Grundsätzlich eine gute Frage. Es gibt dennoch viele gewichtige Gründe für mich und auch für die Bürger, dass ich bei dieser Wahl antrete. Einen dieser Gründe, nicht unbedingt der Wichtigste, werde ich Ihnen jetzt sofort beantworten. Die anderen Gründe folgen dann im weiteren Verlauf dieses Schreibens, das ich Sie bitte, aufmerksam zu lesen. Die Lösung ist allzu oft verblüffend einfach und erscheint bisweilen erst im Nachhinein plausibel.
 
Sie können in der Tat jeden Statistiker, Mathematiker oder Wahrscheinlichkeitsrechner befragen und er wird Ihnen sagen, dass tatsächlich, mathematisch betrachtet, eine Chance von 1 : 100 bzw. 1 : 1000 eine ungleich höhere Chance eröffnet, als eine Chance von lediglich 1 : 120 Mio. Trotzdem spielen Millionen von Bürgern in Wittlich, in Deutschland und in der ganzen Welt jede Woche im Lotto und erhoffen sich einen Gewinn, den sie, realistisch betrachtet, in ihrem ganzen Leben nie erlangen werden. Denn, wie man so schön sagt:“Die Hoffnung stirbt zuletzt!“ Und schlussendlich gibt es allein in Deutschland im Laufe der Jahre insgesamt Tausende von Lotto-Gewinnern. So weit, so gut.
 
Auch ich gebe die Hoffnung nicht auf, tatsächlich eines Tages zum Bürgermeister gewählt zu werden, von Menschen, die dies auch zu schätzen und zu würdigen wissen. Denn, wie man so schön sagt:“Man hat in der Tat auch schon Pferde kotzen sehen.“ Will damit sagen: Bisweilen erscheint auch das Unmögliche, bzw. das unmöglich Geglaubte auf einmal und mit einem Schlag ganz leicht möglich, wie uns die Geschichte lehrt, siehe Günter Schabowskis berühmte Halbsätze 1989:“Das trifft nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich.“
 
Beispiele: „Niemand will eine Mauer bauen“, „Die Mauer steht auch noch in 100 Jahren“, „England gehört zu Europa“, „Trump wird nie Präsident der Vereinigten Staaten“ etc. etc. Sie sehen schon: Die Geschichte schreibt die Zukunft, und die Zukunft schreibt die Geschichte. Wir haben uns alle, teilweise, in den Ergebnissen und Analysen getäuscht, wobei ich die diesjährige Bürgermeisterwahl keinesfalls mit einem Lottospiel vergleichen möchte.
 
Nun, nach diesem historisch-mathematischen Exkurs will ich wieder zurückkehren zur aktuellen Tagespolitik und zur Bürgermeisterwahl hier in Wittlich:
 
Man sagt, bzw. man hört in Wittlich allerorten, (stand auch schon einmal gleichlautend in der örtlichen Presse):“Der amtierende Bürgermeister der Stadt Wittlich, Herr Rodenkirch, hat in der Tat weiter gehende politische Ambitionen. Er würde gerne ein verantwortliches Amt in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, in Mainz, oder sogar noch höher, in Berlin, übernehmen.“ Inwieweit das jetzt nur Gerüchte sind, bzw. wie viel Wahrheit dahinter steckt, kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht zweifelsfrei belegen.
 
Wilbert vom Trierischen Volksfreund wollte mir ja sogar in der Jahres-End-Ausgabe des Volksfreunds vom 30. Dez. 2016 (wohl nicht ganz ernst gemeint) Ambitionen für das Präsidentenamt der diesjährigen Präsidentenwahl zuschreiben, was natürlich eine Ente ist.
 
Frau Klöckner, stellv. Vorsitzende im CDU-Präsidium und Fraktionschefin im Mainzer Landtag, hätte, so sagt man, sofort Herrn Rodenkirch entweder ins Kabinett oder in die Staatskanzlei berufen, hätte sie letztes Jahr im März die Wahl in Rheinland-Pfalz gewonnen. Hat sie aber nicht.
 
Nun hofft Frau Klöckner, im nächsten Anlauf in 4 Jahren, nun doch endlich die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz zu gewinnen, weil letztendlich womöglich auch ihr politisches Schicksal mit dieser Frage verbunden ist.
 
Das würde bedeuten, dass Herr Rodenkirch ein Bürgermeister „auf Abruf“ sein würde, wenn er denn am 12. März diesen Jahres wieder einmal zum Bürgermeister gewählt werden würde. Die Bürger müssten dann zur Halbzeit wieder einen neuen Bürgermeister wählen. Ich sage:“Das können wir uns doch, theoretisch betrachtet, ganz einfach ersparen. Ganz einfach, in dem dass die Bürger am 12. März nicht Herrn Rodenkirch, sondern ganz einfach Herrn Henkel wählen.“
 
Ich persönlich möchte der Karriere des Herrn Rodenkirch nun wirklich nicht im Wege stehen und plädiere dafür, dass Herr Rodenkirch einfach jetzt schon, sofort und unverzüglich, in die Staatskanzlei nach Mainz wechselt, um dort ein verantwortliches Amt zu übernehmen. So würde er auch nicht riskieren, seine politische Laufbahn möglicherweise irgendwann irgendwo in der Provinz (im wohlverstandenen Sinne wohlgemerkt = Heimat) zu beenden, sondern sich direkt (ohne Netz und doppelten Boden) für höhere Weihen zu qualifizieren und somit seine Karriere zu beschleunigen. (Er war ja auch kein schlechter Bürgermeister.) Ich gehe davon aus, dass ein Anruf nach Mainz zu Frau Klöckner genügen würde um einen sofortigen Ruf zu erhalten.
 
Somit hätten wir klare Verhältnisse in der Stadt und, sowohl der Nachfolger im Amt des Bürgermeisters der Stadt Wittlich, als auch die Bürger der Stadt Wittlich, hätten demnach ausreichend Planungssicherheit und könnten einen sauberen Übergang verzeichnen. Klingt in meinen Augen sehr weise und plausibel, bringt nur Vorteile und trägt allen beteiligten Parteien Rechnung. Dies wäre somit mein ernst gemeintes, oben zitiertes, moralisches Angebot, gleich zum Jahresbeginn.
 
Fortsetzung folgt……

Ein Gedanke zu „Wittlich-Bürgermeisterwahl 2017-Moralisches Angebot

  1. Aus aktuellem Anlass möchte ich nun, wie versprochen, meine Neujahrsansprache und das darauf folgende moralische Angebot an die Bürger und Wähler der Stadt Wittlich fortsetzen.

    Wie in dem Artikel vom 25.01.2017 von Frau Sünnen im Trierischen Volksfreund erwähnt, bleibt es nun „mangels weiterer Bewerber bei der Wahl zwischen Henkel und Rodenkirch“ am 12. März 2017. Weiter erwähnte Frau Sünnen, dass “ der ehemalige Forstbeamte sich 2009, damals noch parteilos, gegen weitere fünf Kandidaten, darunter auch Henkel, im ersten Wahlgang mit 59,35 Prozent durchgesetzt hatte“.

    Herr Rodenkirch war damals parteiloser Kandidat, der in Wittlich eingeführt wurde von seinem politischen Mentor, dem ehemaligen FDP-Wirtschaftsminister Dr. Hans Friderichs. Zu diesem Zeitpunkt ging man noch davon aus, dass sich Herr Rodenkirch in der Folge gegebenenfalls für eine Mitgliedschaft in der FDP entscheiden würde. Ob dies dann im weiteren Verlauf doch nicht opportun erschien, oder ob in der Tat politische Gesinnungsgründe für seine Entscheidung für eine folgende CDU-Mitgliedschaft verantwortlich sein mögen, kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen.

    Ich war damals ebenfalls parteiloser Kandidat, allerdings mit SPD-Parteibuch, parteilos lediglich deswegen, weil die Wittlicher Partei-Oberen der SPD mir die Gefolgschaft der Partei, wie bekannt, aus eher fadenscheinigen Gründen, vorenthalten haben.

    Ob dies letztendlich damals zu einem gravierend anderen Wahlergebnis geführt hätte, kann heute nicht mehr zweifelsfrei rekonstruiert werden, erscheint aber eher unwahrscheinlich und ist in der Sache heute unerheblich.

    Die Vorstellung, auch einmal in Wittlich, eingefahrene Wege zu verlassen und mit Mut zum Risiko auch einmal einen Kandidaten zum Bürgermeister zu wählen, der eben nicht mit dem politischen Establishment verbandelt ist, wie das Beispiel Trump in Amerika zeigt, wäre vielleicht eine spannende Alternative für viele Bürger in der Stadt Wittlich, mal frischen Wind zuzulassen und sich über unkonventionelle Lösungen in der Stadtpolitik zu erfreuen.

    Wenn, hätte, wäre (Konjunktiv): Ich sage Ihnen ganz ehrlich. Wenn ich damals, 2009, zum Bürgermeister der Stadt Wittlich gewählt worden wäre, würde ich heute mit Sicherheit irgendwo in Mainz oder in Berlin an verantwortlicher Stelle ein höheres Amt ausführen. Damals, 2009, hatte ich noch diesen politischen Ehrgeiz. Ich hätte damals diese Position genutzt, um politisch weiter zu kommen und womöglich politisch Karriere zu machen. Immerhin habe ich lange Jahre Politikwissenschaft studiert und das ist mein gelernter Beruf.

    Heute, 8 Jahre später, habe ich diesen Ehrgeiz aufgegeben und würde mich ohne weiteres mit der Funktion des Bürgermeisters der Stadt Wittlich begnügen, ohne weitergehende politische Ambitionen. Das heißt aber auch, dass ich mich voll auf dieses Amt konzentrieren und meinen Ehrgeiz demzufolge ausschließlich auf dieses Amt konzentrieren würde, zum Wohle aller Bürger dieser unserer Stadt Wittlich.

    Darum verstehe ich persönlich, ehrlich gesagt, nicht, warum der amtierende Bürgermeister der Stadt Wittlich, Herr Rodenkirch,(der ja einige Jahre jünger ist als ich) nicht seine vielgepriesenen persönlichen, politischen und rhetorischen Talente einsetzt, um an geeigneter Stelle politisch aktiv zu werden und seine politische Karriere zu verwirklichen, anstatt sich weiter um das Bürgermeisteramt der Stadt Wittlich zu bewerben und so den Weg frei zu machen, wie es z.B der Vorsitzende der SPD, Herr Gabriel, mit der Kandidatur von Herrn Schulz aktuell vorgelebt hat.

    Einfach mal jemand anderem den Vortritt lassen, um dann selber z.B. Aussenminister zu werden. Das wäre ein wichtiges politisches Signal.
    und politisch korrekt.

    Sollte der amtierende Bürgermeister der Stadt Wittlich, Herr Rodenkirch allerdings in der Tat keine weiter gehenden politischen Ambitionen haben und weitere 8 Jahre als Bürgermeister der Stadt Wittlich zur Verfügung stehen wollen, dann ist dies selbstverständlich absolut legitim.

    Ich persönlich musste in meinem bisherigen Leben auch einsehen, dass nicht alles zugleich möglich ist, was bisweilen auch eine gute Lektion sein kann. Fakt ist, dass die Bürger wahrheitsgemäß aufgeklärt werden wollen, dass sie wahrheitsgemäß informiert werden und dass mit offenen Karten gespielt wird, damit keine Unklarheiten aufkommen.

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